|
Wie schon oben
gesagt: Der nutzt das natürlich aus, der fiese Hund.
Ihn gibt es am
Anfang in Reinform, also ganz für sich allein, so wie ihn sein
Schöpfer, also der Viren-Programmierer geschaffen hat.

Klein, aber
gemein.
Und natürlich
gibt es ihn dann noch in diversen Gestalten, wenn er erst einmal über diverse
Datei hergefallen ist. Denn dann steckt er in diesen Dateien.
Da auch der
Virus eine Datei ist, wird er logischerweise beim Speichern genauso in
entsprechende Blöcke zerlegt.
  
Schlauerweise
sind viele derartige Viren maximal so groß wie ein Speicherblock.
Denn je kleiner er ist, desto weniger fällt er auf.
Er nutzt das
Prinzip mit den Links aus, also das mit dem Zeigen auf den jeweils
nächsten Block. Er kopiert sich selbst, endet dann aber nicht
einfach, denn sein Link im Block zeigt nicht ins Leere, sondern dahin,
wo die Datei anfängt, die er befällt.
Ganz einfache
Geschichte, wieder mit Gesichtern: Eine infizierte Datei
    
Es macht schon
Sinn für Link-Viren, sich ganz an den Anfang zu hängen, denn dann
ist der Virus das Erste, was bei einem Programmaufruf ausgeführt wird.
Wer weiß schon, was das eigentlich für ein Programm ist, das der
Virus befallen möchte. Würde er sich irgendwo dazwischen setzen, ist
ja nicht garantiert, ob dieses Stückchen Programm wirklich vom Nutzer
genutzt wird und damit käme der Virus vielleicht gar nicht zum Zuge.
So jedenfalls wird erst der Virus gestartet, und dann läuft ganz
normal das Programm, in dem der Virus steckt. Der Nutzer des Programms
merkt davon gar nichts, weil scheinbar ja alles "richtig"
läuft mit dem Programm. Ist der Virus erst einmal aufgerufen, sucht
er sein nächstes Opfer, eine weitere ausführbare Datei, um sich zu
vervielfältigen.
Da der Virus
ausgeführt werden muss, setzt er sich nicht in irgendwelche Dateien,
etwa in eine Musik-Datei oder dergleichen, sondern nur in ausführbare
Dateien, z.B.: Programme. Das kann ein Spiel sein, ein
Bildschirmschoner, ein normales Programm, das man gern zum Arbeiten am
Computer nutzt, eben etwas Ausführbares. Ideal ist natürlich immer
ein Programm, das viel genutzt wird, denn dann verbreitet sich der
Virus am schnellsten.
 |
Ähm,
müssen wir denn unbedingt alles ganz genau erklären? Das
schadet uns Viren doch nur! |
|
Die Verbreitung
erfolgt dann so, wie hier geschildert, eine neue Datei wird gesucht,
die noch nicht infiziert ist, und der Virus kopiert sich an den Anfang
dieser Datei. Er "verbiegt" seinen Zeiger, zeigt also dann
auf den Anfang der entsprechenden Datei, so dass alle Welt denkt, er
sei nur ein Speicherblock, der zu dieser Datei gehört. Wird dann
dieses Programm gestartet, dann eben der Virus auch, und ab geht es
zur nächsten Datei, die man als kleiner gemeiner Virus noch
infizieren könnte. Bis an dem Tag, an dem alle ausführbaren Dateien
mit diesem Virus infiziert sind.
Natürlich ist
das allein nicht so berauschend, sich nur zu vermehren, sich nur zu
verbreiten.
Der Virus wird
noch ein paar Dinge tun, die ein PC-User vielleicht gar nicht mehr so
komisch findet. Was er aber tun wird, ist von Virus zu Virus
verschieden. Er kann irgend einen Schaden anrichten, wie Dateien oder
gar die Festplatte löschen.
Es kann aber
auch ein Virus sein, der keinen Schaden in dem Sinne anrichtet,
sondern vielleicht nur sagt:
am anfang war
das nichts
ich denke .. ich bin .. ich lebe
und es werde licht ..
meine nachkommen bevölkern deinen computer ..
nenne mich "gott",
huldige meinen namen,
und du bist nie wieder allein ;o)
Keine Bange, das
ist ja nur ein Beispiel.
Tatsächlich gab
es mal einen Virus, der in Englisch sagte:
a new creature
was born
|